Sparda-Kunstpreis für Aachen

Die Stadt Aachen wird um ein Kunstwerk reicher.

 

Ab dem kommenden Jahr können Passanten in der Jülicher Straße die Silhouetten zweier riesiger schwarzer Hunde sehen, die auf der Dachkante des Ludwig Forums balancieren und sich dabei gegenseitig beschnüffeln.

 

Diese Arbeit des international renommierten deutschen Künstlers Hans-Peter Feldmann bekommt Aachen von der Sparda Stiftung Kunst Kultur Soziales geschenkt. 2005 rief die Bank den Sparda-Kunstpreis NRW, einen Wettbewerb für Kunst im öffentlichen Raum, ins Leben und hat seitdem jedes Jahr eine Stadt mit einem Kunstwerk bedacht. Ziel des Preises ist es, Kunst im öffentlichen Raum zu platzieren, Städte dadurch attraktiver zu machen, die Kommunikation zu fördern und so dafür zu sorgen, dass die Bürger sich mehr mit ihrem städtischen Umfeld identifizieren.

 

Für das Aachener Projekt wurden sieben internationale Künstler eingeladen, auf Grundlage der Ausschreibung Projektskizzen und Arbeitsmodelle einzureichen. Daraus wählte die zehnköpfige Jury Hans-Peter Feldmanns Arbeit als diesjährigen Gewinner. In der Jury saßen neben externen Kunstexperten für Aachen Frau Dr. Brigitte Franzen, Direktorin des Ludwig Forums, Dezernent Wolfgang Rombey, und meine Person als Kulturausschussvorsitzende sowie Vorsitzende und Vertreter der Sparda-Bank West.

 

Wer in Zukunft vor der Fassade des Ludwig Forums den Kopf Richtung Himmel reckt, entdeckt scherenschnittartig eine alltägliche Szene, wie man sie normalerweise zwar nicht im Museum, dafür aber im Park oder auf der Straße sehen kann. Doch was machen die zwei Hunde auf einem Museumsdach? Der 1941 geborene Feldmann überträgt diese Szene des vorsichtigen Beschnüffelns und des langsamen Annäherns auf die Situation zwischen Bürger und Museum: „Es kann vielleicht für den Museumsmuffel ein Hinweis, eine Aufforderung sein, die Angelegenheit mit dem Museum erst einmal ein wenig zu ‚beschnüffeln’ und dann zu entscheiden, ob man sich zum Museum hingezogen fühlt oder nicht.“

 

Wir wünschen uns, dass die zwei Hunde es schaffen, Menschen zu irritieren, sie neugierig auf das zu machen, was sich hinter der Fassade verbirgt, und so neue Besucher ins Museum zu locken. Außerdem könnten die schnüffelnden Streuner zum neuen Markenzeichen des LuFo werden. Wir danken der Sparda Bank.

                      

                                                                                     Dr. Margrethe Schmeer